Malta
einfach anders und so exotisch
Arabisch? Italienisch? Britisch? Ja, und zwar von allem etwas. Maltesisch eben. Und genau dieser Mix verleiht Malta seinen einzigartigen Charme und lädt die Besucher der Inselgruppe ein, sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einzulassen.
Man muss Malta erleben! Nur drei Stunden Flugzeit von Deutschland entfernt, präsentiert sich ein echter Geheimtipp für Individualisten. Arabisch klingende Namen, italienisch angehauchte Küche, britischer Linksverkehr – der maltesische Archipel, bestehend aus den drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino, ist wahrlich eine Welt für sich. Und etwas ist hier, nur 81 Kilometer entfernt von Sizilien und 285 Kilometer vor der tunesischen Küste gelegen, allgegenwärtig: die Spuren der verschiedenen Eroberer, Sprachen und Kulturen. Sehr prägend war die lange Zeit, die die Insel vom Johanniterorden beherrscht wurde. Dessen Großmeister Jean de La Valette baute die Insel 1565 zu einer Festung aus. Seine neue Hauptstadt nannte er La Valletta. Eine Stadt, am Reißbrett geplant, von zwei Naturhäfen umgeben. Und ein wahres Freilichtmuseum, das als Gesamtmonument zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. An Vallettas Spitze: das Fort St. Elmo, ein Beweis der guten Strategie der Großmeister, das eindrucksvoll unterstreicht, warum Valletta die am besten befestigte Hauptstadt der Welt ist. Viele Bauwerke> zeugen auch heute von der langen Anwesenheit der Ordensbrüder, wie beispielsweise der Großmeisterpalast oder die vielen Kirchen, wie die St. Joh‘n Co-Kathedrale. Von außen eher unscheinbar, gibt sie im Inneren jedoch ihre wahre Schönheit preis.
Afrikanische Wurzeln
Somit prägten sie die moderne Kultur des heutigen Malta, vor allem durch die englische Sprache. 1964 erhielt Malta die Unabhängigkeit, bevor es sich zehn Jahre später als Republik deklarierte. Und obwohl der kleine Staat heute EU-Mitglied ist, sind seine Wurzeln klar erkennbar: Viele seiner Bewohner fühlen sich immer noch eng mit Afrika verbunden, denn Malta war wahrscheinlich einst Teil einer Landbrücke zwischen Europa und Afrika. Aber auch durch die arabischen Eroberer erhielt Malta seine Exotik. Beweise? Maltesisch ist ursprünglich aus einem arabischen Dialekt entstanden. Sie ist die einzige semitische Sprache Europas – und die einzige semitische Sprache weltweit, die lateinische Buchstaben verwendet. Auch die Architektur hat einen nordafrikanischen Einschlag: Die schmalen maltesischen Balkone mit ihren typischen Erkern erinnern doch sehr an Tunesien oder Marokko. Selbst die Natur kann sich nicht festlegen: Es gibt auf Malta zwar Dattelpalmen, eine typische Pflanze Afrikas, sie tragen aber keine Früchte. Und auch das Skelett eines Zwerg-Elefanten kann im Museum der Höhle Ghar Dhalam bewundert werden. Ob dieser aber afrikanischen Ursprungs ist, ist nicht geklärt.
Ftira, Pastizzi und Co
Gastfreundschaft wird auf Malta großgeschrieben und auch die maltesische Küche ist eine echte Fundgrube für Feinschmecker. Pastizzi beispielsweise, gefüllte Blätterteigtaschen mit Ricotta oder Bohnenmus, werden lauwarm verzehrt. Oder Ftira, eine Art flaches Baguette, das oft frisch belegt verkauft wird. Typisch maltesisch ist auch der Lampuki, eine heimische Fischart, sowie Schwertfisch in einer Tomaten-Kapern- Sauce. Ebenfalls probieren sollten Besucher den gozitanischen Ziegenkäse, vielleicht ja auch den des Bio-Bauern Charles Vella. Der Gozitaner verkauft seine Waren direkt neben den Tempeln von Ggantija. Eines der berühmtesten Restaurants auf Gozo ist das „Ta Frenc”, das First- Class-Menüs kredenzt. Der Clou: der eigene Kräutergarten und die vielen lokalen Produkte (www.tafrencrestaurant.com).
Historisch charmant
Die Anzahl der Ökohotels auf Malta wächst: Fast 20 Häuser tragen bereits die amtliche Auszeichnung „eco certification”. Eines der besten ist das Kempinski San Lawrenz Resort auf Gozo (www.kempinski.com). Zum ökologischen Angebot gehören unter anderem landschaftliche Wanderungen und Ausflüge zu Pferde. Einfach nur bezaubernd sind die Farmhäuser, die zumeist auf Gozo angeboten werden. Die historischen Gebäude besitzen nicht nur Charme, sie bieten auch die nachhaltigste Urlaubsmöglichkeit. Dank ihrer historischen Bausubstanz und dem kühlenden Naturstein sind Klimaanlagen meist nicht nötig. Für die Warmwasseraufbereitung wird oftmals auf Solarenergie zurückgegriffen. Einzig der private Pool, den viele Farmhäuser haben, fällt aus dem Rahmen. Buchbar bei vielen Reiseveranstaltern.
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AUF KEINEN FALL VERPASSEN
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