Im Ausland plötzlich ohne Kreditkarte – was nun?

Im Ausland plötzlich ohne Kreditkarte - was nun? In Deutschland ist Bargeld noch immer das mit Abstand beliebteste Zahlungsmittel, während in vielen anderen Ländern Europas und den USA häufiger die Kreditkarte zur Bezahlung zum Einsatz kommt. Wer in diese Länder reist, ob aus geschäftlichen oder privaten Gründen, kann auf die Kreditkarte nicht verzichten. Ihr Vorteil: Sie lässt sich unabhängig von der Verfügbarkeit von Bargeld einsetzen und ihr Inhaber ist nicht an die Öffnungszeiten von Wechselbüros oder Banken gebunden. Allerdings birgt sie auch gewisse Risiken: Wird sie gestohlen oder geht verloren und gerät in die falschen Hände, drohen finanzielle Verluste. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt!

Zuerst Karte sperren lassen

Wer den Verlust seiner Kreditkarte bemerkt, sollte keine Zeit verstreichen lassen und umgehend handeln. Unabhängig davon, wo und auf welche Weise die Kreditkarte verschwunden ist, besteht die Gefahr des Kartenmissbrauchs. Unbefugte können mit der Karte bezahlen oder – bis zum verfügbaren Limit – am Bankautomaten Geld abheben. Um das zu verhindern, muss die Karte gesperrt werden. Hierfür haben die Anbieter von Kreditkarten einen Sperr-Notruf eingerichtet, der rund um die Uhr erreichbar ist. In Deutschland lautet die Nummer der zentralen Stelle für Kartensperrungen 116 116. Der Anruf dieser Nummer ist kostenlos. Wer aus dem Ausland anruft, muss die Vorwahl für Deutschland (0049) vorwählen. Achtung: In einigen Ländern lautet die Vorwahl für Deutschland anders.

Experten empfehlen, sich diese und andere wichtige Telefonnummern schon vor Reisebeginn zu notieren. Fast alle Kreditkartenanbieter und Banken sind an die Zentralstelle angeschlossen. Die meisten von ihnen haben zudem eigene Notrufnummern, über die sich der Verlust der Kreditkarte melden und eine Sperrung veranlassen lässt. Hierfür sind nur wenige Angaben, darunter die IBAN, erforderlich. Sollte es zu einem finanziellen Schaden kommen, ist es wichtig, nachzuweisen, wann der Anruf für die Kartensperrung erfolgt ist. Deshalb ist zu empfehlen, Datum und Uhrzeit zu dokumentieren. Alternativ zur telefonischen Sperrung besteht die Möglichkeit, diese auch per Fax oder App zu veranlassen. Eine entsprechende App gibt es sowohl für iPhones als auch Android.

Im Falle eines Diebstahls: Anzeige bei der Polizei erstatten

Für den Fall, dass die Kreditkarte nicht einfach nur verloren, sondern gestohlen wurde, ist es ratsam, dies der örtlichen Polizei zu melden. Insbesondere wenn es zu einem Missbrauch der Karte kommt, stellt sich die Frage der Haftung. Dann ist es hilfreich, wenn der Karteninhaber  nachweisen kann, dass er nicht nur die Karte hat sperren lassen, sondern auch eine Anzeige erstattet hat. Zu einem solchen Nachweis gehört die Dokumentation der Anzeige in Form von Datum, Uhrzeit und Namen des Polizisten, der die Anzeige aufgenommen hat. Noch besser ist es, von dieser Polizeidienststelle eine entsprechende Bescheinigung zu erhalten, auf der alle relevanten Informationen stehen. Mit der Sperrung und der Anzeige ist alles getan, was nach dem Verlust der Kreditkarte im Ausland möglich ist. Doch ein Problem bleibt: Wie kommt der Reisende jetzt an Bargeld?

Geldtransfer als Lösung in der Not

Ohne Bank- oder Kreditkarte lässt sich im Ausland kein Geld am Geldautomaten abheben. Die meisten Reisenden verfügen auch nicht über eine ausreichende Menge Bargeld, die sie für die anfallenden Ausgaben nutzen können. Damit der Urlaub oder die Geschäftsreise trotzdem nicht vorzeitig abgebrochen werden muss, gib es den Geldtransfer. Über Online-Anbieter wie Azimo lässt sich so ganz einfach, schnell und sicher Geld an einen beliebigen Ort auf der Welt transferieren, das dort abgeholt werden kann.

Das Prinzip ist ganz einfach: Wer den Geldtransfer nutzen möchte, muss sich entweder auf der jeweiligen Homepage des Online-Anbieters registrieren oder dort über Facebook einloggen. Dann sind einige Informationen anzugeben wie beispielsweise die Höhe der benötigten Geldsumme, die gewünschte Zahlungsweise und der Name des Empfängers. Empfänger können beliebige andere Personen, Unternehmen oder der Auftraggeber selbst sein. Der Anbieter transferiert den angegebenen Betrag dann an die gewünschte Stelle. Diese kann ein Konto oder eine Geldempfangsstelle sein. Aber auch der Transfer an eine Privatadresse oder Mobile Wallet sind möglich. Für diese Dienstleistung fallen Gebühren an, nach deren Zahlung das transferierte Geld verfügbar ist.

Gebühren für einen Geldtransfer ins Ausland

Die Gebühren für einen Geldtransfer ins Ausland hängen von mehreren Faktoren ab: Welcher Betrag ist gewünscht? In welches Land wird das Geld transferiert? Wie schnell soll der Geldtransfer erfolgen? All dies hat Einfluss auf die Gebührenhöhe. Ist eine kleine Wartezeit möglich, sind die Gebühren niedriger, als wenn der Erhalt des Geldes sofort erforderlich ist. Außerdem ist die Höhe der Gebühren auch von Anbieter zu Anbieter verschieden. Azimo beispielsweise verlangt für seine Geldtransfers nach eigenen Angaben bis zu 85 % weniger Gebühren als vergleichbare Anbieter. Solche günstigen Preise sind oft nur von Online-Anbietern zu realisieren, die durch den Verzicht auf Filialen und Personal vor Ort immense Kosten einsparen.

 
 

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