Die Welt der Kindersitze

KindersitzeEndlich ist es soweit. Das Babyglück ist perfekt. Aber schon stehen sie vor einer sehr wichtigen Frage. Wie können wir unser Kind auf dem sichersten Weg nach Hause transportieren? Es gibt im Handel eine riesige Auswahl an Kindersitzen. Da ist es nicht leicht sich einen Überblick zu verschaffen.

Auch die diversen Testberichte lassen nicht so einfach durchblicken welcher Sitz auch wirklich der Beste ist. Die Teste bewerten sehr unterschiedlich weil die Einen ihren Fokus mehr auf Sicherheit legen und die Anderen achten mehr auf einen leichten Einbau der Sitze. Diese bekommt man für kleines und großes Budget. Auch an unterschiedlichen Farben und Mustern gibt es eine riesige Auswahl. Allerdings wenn es um die Sicherheit ihres eigenen Kindes geht, sollten sie sich bewusst sein, dass Sicherheit und Qualität ihren Preis haben.

Kindersitz  – Kategorienüberblick

Es gibt die Kategorie 0. Diese gilt für Kinder bis zu einem Gewicht von 10kg. Diese sogenannte Babyschale wird immer entgegen der Fahrtrichtung im Auto angebracht. Sollte diese auf dem Beifahrersitz angebracht werden, dann müssen sie unbedingt darauf achten dass die Airbags ausgeschaltet sind. Nicht auszudenken welche Folgen ein Unfall bei aktivem Airbag des Beifahrers hätte.

Dann gibt es noch die Kategorie 0+ die bis zu einem Gewicht von 13kg gilt. In dieser Kategorie gibt es 2 Sorten von Kindersitzen:

  • Fangkörpersystem: Bei diesen Sitzen ist das Kind durch ein kleines Tischchen vor dem Bauch gesichert.
  • Hosenträgergurt: Die Vorteile dieser Sitze sind, dass ihr Kind eine bessere Schlafposition einnehmen kann und weniger schwitzt als bei Fangkörpersystemen. 

Zu den Hosenträgergurten zählt man auch die Reboard Kindersitze. Diese werden vom Gesetzgeber seit Anfang des Jahres wegen ihrer erhöhten Sicherheit empfohlen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis diese Empfehlung zu einem Gesetz wird. In skandinavischen Ländern wie Schweden gehört die Anwendung dieser Sitze schon seit einigen Jahren zum Standard. Statistiken belegen, dass seit 10 Jahren kein Kind mehr tödlich verletzt wurde was in einem Reboard Kindersitz saß.

Ein Nachteil dieser Sitze ist allerdings, dass der Einbau oft schwierig ist und im Auto genug Platz vorhanden sein muss. Bei kleineren Autos ist es oft nicht leicht noch für genügend Beinfreiheit für den Beifahrer und das Kind zu gewährleisten.

Die Vorteile lassen sie aber sicherlich ganz schnell darüber hinweg sehen. Bei einem Frontalcrash ist ihr Kind erheblich besser geschützt. Bei nach vorne gedrehten Sitzen wird der Kopf ihres Kindes extrem nach vorne geschleudert und die Wirbelsäule wird stark belastet. Den Kleinkindern fehlt noch die nötige Muskulatur zum Auffangen dieses Aufpralls. Beim Reboarder wird die Belastung breitflächig über den Rücken übertragen und es treten keine erhöhten Halskräfte auf.

Leider macht der Handel nur wenig Werbung für diese Art von Sitzen weil es den Verkäufern sehr oft an dem nötigen Wissen fehlt. Im Online-Handel gibt es allerdings sehr gute Anbieter die eine große Auswahl dieser Sitze anbieten. Der größte Anbieter in Deutschland ist Amanel. Die aktuellen Angebote dieses in Frankfurt ansässigem Geschäft finden sie unter www.amanel.de.

Ihr Kind ist also in dieser Art von Sitzen sehr gut aufgehoben. Einen Grund zum Wechseln gibt es erst ab dem Moment wo ihr Kind mit der Kopfoberkannte nicht mehr richtig im Sitz gehalten ist.

Ab dem Moment gibt es dann die Kategorie I. Diese ist für ein Körpergewicht zwischen 9 – 18kg zugelassen.

Für ältere Kinder kommt dann die Kategorie II in Frage. Diese gilt für ein Gewicht zwischen 15-25 kg. Also für Kinder zwischen 3 1/2 und 7 Jahren. Hier reden wir nicht mehr von einem Kindersitz in dem klassischen Sinne sondern eher von einer Sitzerhöhung mit Rücken beispielsweise Schlafstütze.

Die Kategorie III deckt alle Kinder mit einem Gewicht von 22-36 Kilogramm ab. Also Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren.

Sparen beim Kauf

  • Wenn sie Geld sparen wollen, können sie auch einen gebrauchten Kindersitz kaufen. Allerdings müssen sie hier auf ein paar Sachen achten.
  • Der Sitz sollte nicht beschädigt sein und die Bedienungsanleitung darf auch nicht fehlen um eine sichere und korrekte Montage zu gewährleisten.
  • Der Sitzkörper darf keine Risse, Bruchstellen oder Verformungen aufweisen.
  • Die Gurte sollten natürlich auch keine Risse, Quetschungen oder Ausfransungen an den Rändern haben.
  • Das Gurtschloss und die Verriegelungssysteme müssen funktionsfähig sein und normal einrasten.

Bei allen Kindersitzen gilt:

Der beste Sitz ist nichts ohne die richtige Montage. Wichtig ist vor allem, dass sie beim Kauf des Sitzes darauf achten, dass er auch in ihrem Auto so anzubringen ist, dass er sicher und ordnungsgemäß fest gemacht ist. Die Gurte müssen eng am Körper des Kindes liegen und der Sitz muss fest fixiert sein. Am besten direkt mit dem Kind vor Ort testen. Außerdem müssen sie darauf achten, dass der Sitz in der Prüfnorm ECE R 44/03 oder ECE R 44/04 zugelassen ist.

 
 

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