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| Barocke Gartenkunst in den Herrenhäuser Gärten. |
Hannover aufgesattelt
Meist bringt man Hannover nur mit der Computermesse ‚Cebit’ in Verbindung oder mit der allgemeinen Behauptung, dass in Hannover das „reinste Hochdeutsch” gesprochen wird. Dabei gehört die Landeshauptstadt Niedersachsens nicht nur zu den 15 größten Städten, sondern auch zu den fahrradfreundlichsten Großstädten Deutschlands. Im Fahrradklimatest des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) erreichte Hannover bereits zweimal in den letzten Jahren den vierten Platz unter 28 deutschen Großstädten. In der Tat, in und um Hannover kommen Radfahrer voll auf ihre Kosten. Auf etwa 360 Kilometern Länge können Speichen-Fans im Stadtgebiet auf fast durchgängig ausgebauten Radwegen entlang von Verkehrsstraßen sicher und komfortabel radeln. Hinzu kommen weitere 170 Kilometer Radwegeanlagen durch Hannovers üppiges Stadtgrün.
Herzlich willkommen liebe Pedaleure!
So heißt es bei der Touristeninformation im Neuen Rathaus. Pedaleure können hier den Stadtplan mit Radwegenetz sowie Radwanderwegen mit Steigungen für 6,60 Euro erwerben. Kostenlos hingegen gibt es das Heft „Radwandern und mehr”, das sechs Routenvorschläge in Hannover und im Umland bereithält. Der Velo-Tourist hat bei den vielen attraktiv klingenden Tourenplänen die Qual der Wahl. In der Stadt selbst ist der Besuch des ehemaligen EXPO-Geländes sowie des Parks der Sinne per Rad zu empfehlen. Wen es lieber etwas rauszieht, der kann auf Naturerlebnisse setzen. Ob Ausflüge zum Steinhuder Meer, dem größten See Nordwestdeutschlands, durch das leicht gewellte Hügelland Calenberger Land, dem Land zwischen Leine und Deister, oder durch die Garbsener Schweiz, die Region Hannover hat viel zu bieten.
Das blaue Auge von Hannover
Glücklich schätzen kann sich einer, der in seiner Stadt einen See hat. Der Maschsee, Hannovers Naherholungsgebiet Nummer eins, liebevoll auch „Das blaue Auge” genannt, entstand einst aus der Not der Eindeichung heraus, da die Flüsse Leine und Ihme regelmäßig für Überschwemmungen sorgten. Heute steht der See mit seinen naturnahen Uferbereichen sogar unter Denkmalschutz. Mit dem Rad lässt sich der ganze See in etwa sieben Kilometern umfahren. Wenn das geschafft ist, geht es am besten weiter zu den Herrenhäuser Gärten. Leider sind Fahrräder hier nicht gestattet, aber ein Gang durch die barocke Gartenkunst im französischen Stil und vor allem ein Blick in die berühmte Grotte lohnen allemal. Hannovers Ehrenbürgerin und Künstlerin Niki de Saint Phalle stattete die 1676 erbaute Grotte 2001 neu aus und schuf damit ein Gesamtkunstwerk.
Gen Westen mit dem Tandem
Uwe Genzky ist Fahrrad-Scout. Nicht nur, dass er die schönsten Strecken rund um Hannover kennt, er verleiht auch 18-Gang-Tandems. Seine Lieblingstour in die Garbsener Schweiz ist auf einem Tandem in rund vier Stunden zu schaffen. Pilot (der, der vorne sitzt) und Heizer (der, der hinten sitzt) müssen jedoch ein gutes Team sein, denn „treten und bremsen funktioniert nur gemeinsam”, erklärt Genzky. „Dafür ist man doppelt schnell.” Das Gebiet, wo die Leine auf die Garbsener Berge trifft und sich der Fluss in den Felsen genagt hat, wird von flachlandgewohnten Norddeutschen als Schweiz bezeichnet. Entlang des Flusses auf leicht hügeligen Wegen führt Genzky seine Gäste unter anderem zum Leinebogen. „Mein Lieblingsort, man steht auf einem Sandberg und hat einen fantastischen Ausblick auf den Fluss.” Ein weiterer Geheimtipp Genzkys: ein Mordinstrument am Wegesrand. Mehr wird hier aber nicht verraten. Für einfache, aber nach seinen Worten anständige Wegzehrung sorgt die kleine Kantine in der Gartenkolonie, die nach circa 12 Kilometern der rund 45 Kilometer langen Tour erreicht wird.
www.hannovers-fahrradscout.de
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![]() Noch idyllischer kann eine Radtour nicht enden als bei Loretta‘s. Zwischen Maschsee und Rathaus liegt das ehemalige Milchhäuschen, umgeben von altem Baumbestand, direkt am Leineflussarm. Ob Kaffee und Kuchen, Pils und Weißbier auf der Terrasse oder behaglich bei guter Küche drinnen speisen – immer mit Blick aufs Wasser, einfach das, was Ausflügler sich wünschen. Zu empfehlen ist ebenfalls ein Kuchen-Abstecher ins Café im Wilhelm-Busch-Museum. Das Museum liegt im Georgengarten, der zu den Herrenhäuser Gärten gehört. Feinstes Kuchenangebot und bei gutem Wetter kann man draußen im Palaisgarten sitzen. |
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Gut zu wissen |
| Frühlings-Tipp: Freie Bahn fürs Fahrrad Für das richtige „Fahrradklima” sorgt am 20. Mai 2012 der 5. Autofreie Sonntag in Hannover. Wenn an diesem Sonntag das Auto frei hat, dann gehört die gesamte Innenstadt den Radlern und Straßen verwandeln sich in Sportarenen, Bühnen, Leinwände, Wandelpfade, Picknickmeilen, Parcours, Grünoasen, Strände und bunte Manegen. |






