Heiß & kalt – Fitmacher für den Winter
Es heißt, Gegensätze ziehen sich an. Und das stimmt. Bei der Wellness sind Kälte- und Wärmereize wichtige Schlagworte – auch für die Gesundheit. Ob Sauna oder Wechselduschen, ob Hot Stone-Massage oder Eisbaden, ob Tee oder kalte Quarkmaske – so nutzen Sie „heiß & kalt” am effektivsten und schönsten.
Ob wohlige Wärme oder klirrende Kälte – von der Anziehung und Wirkung dieser Gegensätze wuss-ten schon die alten Römer. Sie galten als wahre Fans der Saunakultur und der Thermen. Nicht umsonst wird dem Wort Spa die lateinische Übersetzung „sanus per aquam” – also gesund durch Wasser – zugeschrieben. Was in der Antike seinen Ursprung hat, wird heute mehr kultiviert denn je, ohne dabei die alten Weisheiten außer Acht zu lassen. Also, Zeit etwas für sich, das Wohlbefinden und die Gesundheit zu tun!
Element Wasser
Die wohltuende und heilende Wirkung von Wasser ist unstrittig. Jedoch spielt es bei Wasseranwendungen eine wichtige Rolle, ob das Wasser warm oder kalt eingesetzt wird und somit Wärme- oder Kältereize auslöst. Warme Anwendungen (32 °C bis 37 °C), wie Bäder oder Güsse, erwärmen direkt, relaxen und beruhigen. Gerade in stressigen Zeiten ein wichtiger Faktor. Für zusätzliche Entspannung kann auch die Beigabe von Badezusätzen mit ätherischen Ölen sorgen (erhältlich z.B. in Apotheken). Lavendel beispielsweise verspricht innere Ruhe. Zudem wirken warme Anwendungen positiv bei Muskelverspannungen.
Aber nicht für jeden eignet sich das warme oder heiße Badevergnügen! Bei Kreislaufproblemen oder hohem Blutdruck sollte besser darauf verzichtet werden. Bei Bedenken unbedingt Rücksprache mit dem Arzt halten.
Kalte Anwendungen (bis 18 °C), wie Kneipp‘sches Wassertreten oder kalte Duschen, wirken belebend und ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Kaltes Wasser führt in erster Linie überschüssige Wärme ab. Jedoch wärmt es gleichzeitig indirekt durch die Anregung der Durchblutung. Der Kreislauf wird gestärkt, der Körper abgehärtet und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Für Morgenmuffel übrigens der ideale Wach-auf-Kick! Zudem fördern kalte Güsse oder Duschen auch einen erholsamen Schlaf, straffen die Haut und schonen die Umwelt. Die Blutgefäße werden durch das Dehnen und Zusammenziehen „trainiert” und dadurch elastischer. Wichtig: Kalte Anwendungen nur vornehmen, wenn der Körper zuvor erwärmt wurde!
Mal heiß, mal kalt
Nicht nur Jogging oder Zirkeltraining helfen dem Kreislauf gehörig auf die Sprünge, sondern auch der Wechsel von heiß zu kalt. Wer kennt es nicht, dass das Herz in der Sauna schneller pumpt oder Muskeln in der Kälte anfangen zu zittern? Der Körper kommt bei Wärme- oder Kältereizen so richtig auf Touren und leistet Schwerstarbeit, denn er möchte sich entweder abkühlen oder eben aufwärmen.
Die perfekte Kombination: der direkte Wechsel zwischen heiß und kalt. Die schnelle Temperaturschwankung sorgt nachweislich für Abhärtung gegen lästige Viren und wirkt sich positiv auf das persönliche Kälteempfinden aus. Gerade für Frauen eine willkommene Nebenwirkung, da sie oftmals schneller frieren als Männer und deswegen auch häufiger an Erkältungskrankheiten leiden.
Optimales Wechselspiel
In der Sauna funktioniert die Kombi »heiß & kalt« am besten, wenn nach schweißtreibendem Aufguss eine Dusche im kühlen Nass stattfindet. Ein Gang in die Sauna und auch Wechselduschen wirken sich nur positiv aus bei gesunden Menschen und fördern auch nur dann den erwünschten Abwehreffekt bei Erkältungen. Wer bereits leicht kränkelt, der sollte auf einen Aufenthalt in der Schwitzstube und auch auf eine kalte Dusche verzichten, denn beides erhöht das Risiko, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert.
Einfach für zu Hause
Wer kein Saunagänger ist, kann auf Wechselduschen setzen. Duschen Sie zunächst den ganzen Körper mit warmem oder gar heißem Wasser ab. Achtung, dann wird’s kalt: Beginnen Sie mit kaltem Wasser an den Füßen und brausen Sie dann bis zu den Oberschenkeln hoch. Danach von den Händen zu den Schultern – also immer zum Herzen hin. Durch eine kalte Dusche (nach einer Warmwasseranwendung) ziehen sich die Venen zusammen und befördern das Blut schneller zum Herzen zurück. Schließlich duschen Sie den ganzen Körper kalt ab.
Wechseln Sie warm und kalt mehrfach ab, hören Sie aber immer mit kalt auf, damit Sie die volle Wirkung zu spüren bekommen und die Haut gut durchblutet wird.
1 2




