Sehenswürdigkeiten Kosovo – Natur, Kultur und Architektur

Sehenswürdigkeiten Kosovo – Natur, Kultur und ArchitekturDer Kosovo ist eine wahre Perle zwischen Orient und Okzident. Und genau das entdecken immer mehr, die sich für landschaftliche und kulturhistorische Schätze interessieren. Der Kosovo ist winzig klein, die Fläche ist nur halb so groß wie Hessen. Allerdings ist auf dieser kleinen Fläche enorm viel, was einen Urlaub zu einem Erlebnis macht. Touristen können viel entdecken. Dieser Beitrag gibt Tipps zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und den sehenswerten Naturregionen im Kosovo.

Sehenswerte Naturschönheiten im Kosovo

Das Land, das nur wenig mehr als 10.800 km² umfasst, verfügt über eine ganze Reihe von sehenswerten Naturschönheiten. Zuvorderst ist die Höhle in den Marmorsteinbrüchen zu nennen. Es ist eine Tropfsteinhöhle, die sich knapp anderthalb Kilometer durch den Berg zieht. Sie ist geprägt von Stalaktiten und Stalagmiten aus Marmorkristallen.

Ein unverwechselbares Panorama bieten die nordalbanischen Alpen mit dem Berg Deravica als krönendes Highlight. Es ist der höchste Punkt im Kosovo und ihm liegen die mächtigen Gebirgszüge zu Füßen. Wer einmal in diesem kleinen, wunderschönen Land zu Gast ist, sollte den Stausee Batllava und den Stausee Radoniqit besuchen. Beide Stauseen bieten einladende Möglichkeiten zum Baden und Angeln. Auch Boot fahren ist eine beliebte Freizeitaktivität auf den Stauseen.

Wer von Wasser nicht genug bekommen kann, sollte eine Wanderung zur Quelle des weißen Drin unternehmen. Dieser Fluss entspringt in der Nähe der Stadt Peja. Die rsten 25 km windet er sich Richtung Osten, bevor er dann nach Klina weiter südwärts fließt. Besonders sehenswert ist der weiße Drin unweit der Fierza-Talsperre, die bereits nach Albanien hineinragt, aber im Tals des weißen Drin im Kosovo liegt. Der Fluss durchfließt enge Schluchten und bietet eine spektakuläre Kulisse für Wanderungen, Ausritte und Bootstouren.

Ebenfalls in der Nähe von Peja befinden sich die Wasserfälle von Mirusha. Insgesamt elf Stufen überwindet der Fluss, der unaufhaltsam durch eine enge Schlucht Richtung Boden fällt. Besucher können recht dicht an die Wasserfälle herangehen und sich das Naturschauspiel aus direkter Nähe ansehen.

Sakralarchitektur für Liebhaber von Kirche, Klöstern und Moscheen

Der Kosovo ist geprägt von Moscheen, Kirchen und Klöstern. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen allerdings sprengen. Im Folgenden soll eine Auswahl verschiedener Moscheen, Kirchen und Klöster im Kosovo genannt werden.

  • Erzengelkloster
    Das Erzengelkloster wurde im 14. Jahrhundert errichtet und sollte als Grabeskirche für den Zar Dusan dienen. Zerstört wurde es ungefähr 1455 von den Türken. Sie nahmen die Steine mit und errichteten daraus eine eigene Moschee in Prizren (Sinan-Pascha-Moschee). Doch das Erzengelkloster wurde neu aufgebaut und wird bis heute von einigen Mönchen bewohnt.
  • Sinan-Pascha-Moschee
    Die Sinan Pascha-Moschee liegt in Prizren. Sie dominiert das Stadtbild seit dem Jahr 1615. Das Gebäude ist quadratisch und wird von einer Kuppel gekrönt, die einen Durchmesser von 14,5 m hat. Obenauf steht ein Minarett, das sich so grazil und anmutig erhebt, dass es bei starkem Wind sichtlich ins Schwanken gerät.
  • Ehemaliges Patriarchat von Pec
    Im Patriarchat vereinen sich mehrere Kirchen in einem Klosterkomplex zu einer Einheit. Es gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Zu finden sind die Apostelkirche, erbaut 1253, die Demetrius Kirche aus dem Jahr 1324, die Kirche der Muttergottes aus dem Jahr 1330 und die Nikolauskapelle. Die Gebäude verfügen über eine gemeinsame Vorhalle und es ist beeindruckend, durch das Portal auf die sakralen Bauwerke zuzulaufen.

Sehenswerte Städte im Kosovo: Priština und Prizren

Natürlich hat der Kosovo viele ansprechende Orte, die Touristen sich nicht entgehen lassen sollten. Priština und Prizren gehören zu den Highlights des Landes. Priština ist das Zentrum, die Hauptstadt vom Kosovo. Sie ist gekennzeichnet von Moscheen, Brunnen und osmanischen Baudenkmälern. In Priština sollten Touristen die Sultan-Mehmet-II-al-Fatih-Moschee, die Jasar-Pascha-Moschee und das Badehaus „Großer Hammam“ besuchen. Um Ruhe zu tanken, gehen Urlauber gerne in den Park Germia.

Prizren liegt in der Nähe der albanischen Grenze.  Ein Tagesausflug eröffnet interessierten Touristen Zugang zur Muttergotteskirche Ljeviska, eine UNESCO Welterbestätte. Außerdem beeindruckt die Stadt durch alte Straßenzüge, viele kleine und große Brücken, gemütliche Lokale, quirlige Shoppingmeilen und ruhige Nebenstraßen.

Fazit: Wer im Kosovo Urlaub macht, sollte mindestens zwei Wochen einplanen, um die Highlights dieses kleinen, attraktiven Landes kennen zu lernen. Die Mentalität der Menschen ist offen, die Preise moderat und die Küche empfehlenswert. Die albanische Küche setzt auf viele verschiedene Gemüsesorten in Verbindung mit Getreide sowie Lamm, Ziege, Geflügel und Rind. Sehr verbreitet ist auch Mezze, eine Art Tapas. Wer sich Mezze bestellt, erhält auf einem Teller eine kunterbunte Auswahl landestypischer Spezialitäten, die nicht nur als Vorspeise vorzüglich schmecken.

 
 

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