Mit Esta visumfrei in die USA – Vorsicht vor Neppern!

Mit Esta visumfrei in die USA – Vorsicht vor Neppern!Seit für die Einreise in die USA eine elektronische Einreiseerlaubnis erforderlich ist, versuchen windige Geschäftemacher damit Geld zu verdienen. Nicht ordnungsgemäß zugelassene Drittanbieter versuchen so, eine Gebühr zu erheben, die über der üblichen Gebühr von 14 US-Dollar (umgerechnet 13,03 Euro, Stand: 20.03.2017) liegt. Grundsätzlich ist es möglich, über Drittanbieter den Antrag für die elektronische Einreiseerlaubnis zu stellen, beispielsweise über ein Reisebüro. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Selbst wenn die Seiten etwas anderes Versprechen, es gibt weder eine Garantie noch eine Beschleunigung für die Erteilung der Erlaubnis.

Esta – das Verfahren

Esta ist das „Electronic System for Travel Authorization“, also das elektronische System für eine Reiseerlaubnis. Über die offizielle Seite der US-Heimatschutzbehörde – Homeland Security – kann der Antrag in zwanzig verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch, gestellt werden. Die Antragstellung ist sehr einfach, folgende Voraussetzungen müssen vorliegen, um ohne Visum in die USA einreisen zu können:

  • elektronisch lesbarer Reisepass, der für die Reisedauer gültig ist
  • Staatsangehörigkeit eines Teilnehmerlandes
  • Rück- oder Weiterflugticket
  • Reisezweck: Tourismus oder Geschäftsreise

Wer mit der Familie oder in einer Gruppe reist, muss für jedes einzelne Mitglied eine Esta-Reiseerlaubnis beantragten, auch für Babys oder Kleinkinder. Das heißt, dass jedes Mitglied einen eigenen Reisepass haben muss. Ist die Reiseerlaubnis einmal erteilt, sind beliebig viele Einreisen im Zeitraum von zwei Jahren ab Erteilung möglich. Um problemlos einreisen zu können, empfehlen die US-Behörden, den Esta-Antrag spätestens 72 Stunden vor der Reise zu stellen. Die Bezahlung der Gebühr erfolgt einfach per Kreditkarte.

Google liefert nicht immer die besten Ergebnisse zuerst

Wer im Internet nach der Seite für die Esta-Reisegenehmigung sucht, wird überrascht sein, dass die offizielle Seite der US-Regierung nicht auf Platz eins der Suchergebnislisten bei Google steht. Für Google gibt es keinen Unterschied zwischen einer offiziellen Seite und einem Drittanbieter, wenn die Kriterien der Suchmaschine erfüllt sind oder wenn entsprechende Werbung geschaltet ist. So kann es vorkommen, dass der Anbieter nichts mit der offiziellen Seite zu tun hat, und für seine Dienstleistung – also die Hilfe beim Ausfüllen des Antrages und eventuell Tipps für die Reisevorbereitung – eine Gebühr erhebt, die wesentlich über der eigentlichen Esta-Gebühr liegt. Das kann schnell mehr als 50 Euro kosten.

Viele Tipps und Hinweise rund um das Reisen in die USA, zur Esta-Genehmigung und zu den Visa-Bestimmungen der USA gibt es auf visumusa.net/esta/.

Ablehnung eines Esta-Antrages

Auch wenn offensichtlich alle Kriterien für die Erteilung einer Esta-Reisegenehmigung erfüllt sind, kann es vorkommen, dass die US-Behörden einen Esta-Antrag ablehnen. Dann hilft nur der Gang zu einer Botschaft oder Auslandsvertretung in Wohnortnähe, um ein Visum zu beantragen. Zur Ablehnung des Antrages kann es kommen, wenn beispielsweise Schreibfehler im Antrag enthalten sind oder die Reisepassnummer nicht korrekt angegeben ist. Achtung: Die Reisepassnummer enthält aus wichtigem Grund nicht den Buchstaben O; es handelt sich immer um die Ziffer Null.

Noch ein paar Tipps zum Schluss

Wenn sich während der Gültigkeitsdauer der Esta-Genehmigung der Name, das Geschlecht, der Reisepass oder die Antwort auf eine der Ja-Nein-Fragen ändert, ist direkt ein neuer Antrag zu stellen. Die vorhandene Esta-Genehmigung mit den veralteten Daten verliert sofort ihre Gültigkeit. Eine Einreise in die USA ist dann nicht möglich.

 
 

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